RootZ Media – Dread – The Rastafarians of Jamaica

 



 

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Dread

The
Rastafarians of Jamaica


 

Mit
“Dread” stelle ich euch ein englischsprachiges Buch vor, das ein Muß
auf dem Weg des Verstehens der Rastafarians durch uns Leute mit völlig
anderem Hintergrund ist. Hier kann man Fundamentales und Elaboriertes lesen,
was Rasta ausmacht, über dessen Entstehung bis hin zur Inernationalisierung
dieser Weltanschauung. 

Als ich das Buch erstmals
in der Hand gehalten habe, war ich skeptisch, ist der Autor doch ein amerikanischer
Kirchenmann. Aber es wurde bei der Lektüre recht schnell klar, daß
Owens sich alle Mühe gegeben hat, die ansonsten vielmals übliche
klerikale Arroganz rauszuhalten. Als Sozialarbeiter kam er Anfang der Siebziger
Jahre des 20. Jh nach Jamaika, wo er in Clarendon arbeitete und mithalf
Kooperativen für Zuckerarbeiter aufzubauen. In dieser Zeit kam er
in engen Kontakt mit Dreads und war von ihnen, ihrer Aufrichtigkeit und
Kraft fasziniert und beschloß wiederzukommen, um ein Buch über
das Phänomen Rasta zu schreiben. 

Owens Werk ist keine Sozialstudie
im herkömmlichen Sinne, sondern einfach die Beschreibung, der Ausdruck
der Message der Rastafarians und des Mythos, der diesen Leuten Hoffnung
auf und Kraft für ein neues, besseres Leben gibt. Glücklicherweise
sieht er dabei, wie gesagt, die Rastafari-Gedankenmuster nicht durch die
Brille des etablierten Kanons der christlichen Kirche, sondern liefert
ein sehr authentisches Werk. Es ist dem Autor hoch anzurechnen, daß
er seine Informanten, die Dreads in den Gettos und Bergen Jamaikas, selbst
und ungefiltert immer wieder zu Wort kommen läßt und den Themenfluß
nicht vorgibt, sondern die Inhalte während seiner “groundings” mit
den Bredrens sich selbst entwickeln läßt. Seine Methode als
teilnehmender Beobachter in der Rastaszene läßt Owens die Weltanschauung
der Rastas verstehen, er wird zum Teil ihrer Probleme, Hoffnungen und Frustrationen.
Das Buch ist nur eine Systematisierung der Erfahrungen und Informationen,
die er während seines Aufenthaltes in den Yards erhalten hat. 

Ein weiterer sehr interessanter
Aspekt, der im Buch beleuchtet wird, ist wie der Tod von Haile Selassie
1975 von den Dreads interpretiert wird. Das Buch wurde noch zu Lebzeiten
des King of Kings begonnen und endet mit einem Reasoning der Bredrens,
in dem klar wird, warum JAH no dead ist. 

“Dread” kann dazu beitragen,
die bei vielen bestehende Wissenslücke über das beschriebene
jamaikanisch-universal-gewordene Phänomen auszufüllen und denen,
die schon “wissen” einen tieferen Einblick zu geben. Obwohl ich seit über
2 Jahrzehnten Rasta-Sympathisant bin, war die Lektüre von Dread für
mich ein Erlebnis. Mir hat das Buch sehr viel gegeben, ich habe gelernt,
habe verstanden und habe Konsequenzen gezogen. 

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2005
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